Sportstätte Adresse
Sportplatz am Klausenberg Haagweg 4, 67550 Worms

Wie alles begann... Projekt Rasenplatz

Wir schreiben das Jahr 2008. Die Tage des in die Jahre gekommenen, im Sommer staubigen und im Winter schlammigen, Abenheimer Hartplatzes scheinen gezählt. Bereits vor einigen Jahren machte man die Verantwortlichen im Wormser Rathaus, die für die Pflege und Instandhaltung der Wormser Fußballplätze verantwortlich sind, darauf aufmerksam dass der Sportplatz in Abenheim einer gründlichen Sanierung bedarf. In Zeiten leerer Kassen wurde das Thema Sportplatzsanierung aber leider immer wieder vertagt und stattdessen wurde versucht mit kleineren Reparaturarbeiten die Probleme zu lösen. Leider ohne den gewünschten Erfolg!

Zwar wurde im letzten Jahr versucht mit dem Aufbringen einer neuen Oberschicht die Probleme in den Griff zu bekommen, doch eine dauerhafte und vor allen Dingen kostengünstige Lösung war dies nicht. Nach heftigen Regenfällen, bedingt durch die natürliche Neigung und die nicht funktionierende Drainage des Platzes, bildeten sich mittelgroße Rinnsale die den Sportplatz an mehreren Stellen durchzogen und die Belags-Oberschicht einfach mitrissen und in die Kanalisation spülten. Die Folge: Der Platzunterbau wurde durch den ständigen Abtrag dermaßen geschädigt das teilweise die grobe Schotterunterschicht zum Vorschein kam. Der Platz wurde von Monat zu Monat schlechter und das Verletzungsrisiko durch viele Unebenheiten und teilweise tiefe Löcher immer größer. Es wurde durch ehrenamtliche Eigeninitiative versucht den Platz einigermaßen in Ordnung zu halten doch war dies nur bedingt Möglich, da der Hartplatz einfach nicht mehr mit den vorhandenen Mitteln in Stand gehalten werden konnte. Es kam zu einem erneuten Ortstermin mit der Wormser Obrigkeit und den verantwortlichen Ämtern. Vor Ort machte man sich ein Bild und kam zu dem eindeutigen Ergebnis das der Abenheimer Hartplatz einer gründlichen Sanierung bedarf!

Von Seiten des FSV Abenheim kam der Einwand dass in der heutigen Zeit ein Tenneplatz nicht mehr zeitgemäß sei und doch in Betracht gezogen werden sollte alternativ einen Kunstrasenplatz oder ein Rasenspielfeld zu bauen, anstatt den Hartplatz für teures Geld zu sanieren. Dieser Vorschlag wurde zunächst aus Kostengründen abgelehnt und von der Stadtverwaltung wurde stattdessen ein Angebot über eine Sanierung des Tenneplatzes eingeholt und die Sache kam endlich ins Rollen. Es wurde ebenfalls darauf hingewiesen das nach einer Hartplatzsanierung die Zukunft des Vereins zweifelsfrei auf wackligen Füssen steht, denn geben wir ehrlich zu, wer spielt heutzutage noch gerne auf einem Tenneplatz wenn es in der Nachbarschaft Vereine mit Rasen.- und Kunstrasenplätzen gibt? Eine Jugendarbeit, die wichtigste Stütze des Vereins, wäre aus Mangel an Nachwuchsspielern dann fast nicht mehr Möglich und für die Spieler aus dem Aktivenbereich ist ein staubiger Tenneplatz bestimmt auch kein Anreiz. Der Kostenvoranschlag der beauftragten Sportplatzbaufirma über die Gesamtinvestitionssumme der geplanten Sanierung schlug dann ein wie eine Bombe. Ein sechsstelliger Eurobetrag wurde für die Instandsetzung veranschlagt. Da die Wormser Stadtkasse eh von chronischer Geldknappheit geplagt wird, war den FSV Verantwortlichen klar dass eine Sanierung des Platzes nun in weite Ferne gerückt war und wenn überhaupt erst in einigen Jahren ausgeführt werden würde.

Doch der FSV konnte und wollte nicht warten. So fasste man den Entschluss die Sache selbst in die Hand zunehmen und durch größtenteils eigene Mittel die Umwandlung in ein Rasenspielfeld zu wagen. Da auch die Leichtathletik Abteilung des Abenheimer Turnvereins unter den miserablen Trainingsbedingungen leidet wurden nun auch Kontakte zum TVA geknüpft, um auch das Trainingsgelände der Leichtathleten in den Sanierungsplan mit aufzunehmen. Von Seiten des Turnvereins wurden die Sanierungspläne geprüft, die die gemeinsame Nutzung des Abenheimer Sportplatzes deutlich verbessern sollen. Im neuen Konzept ist nun auch die Erneuerung des Trainingsplatzes unter Regie des TVA vorgesehen und zusätzlich sollen drei neue Tartanlaufbahnen entstehen. Im Sommer 2009 wurde dann mit den Umbaumaßnahmen begonnen und rund ein Jahr später, konnte der FSV gemeinsam mit dem TVA  die neue Sportanlage feierlich Einweihen.